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Vorgeschichte

Als im Jahre 1891 die "Freiwillige Feuerwehr Kleinburgwedel" ins Leben gerufen wurde, stand die Bekämpfung des "Roten Hahns" im Vordergrund der Aufgaben einer Feuerwehr. Die Bekämpfung des Feuers war jedoch nicht erst seit 1891 eine Aufgabe, die die Einwohner aus Kleinburgwedel dazu brachte sich zusammenzuschließen um gemeinsam gegen Feuersbrünste vorzugehen.So hatten sich die Einwohner aus Kleinburgwedel bereits nach der großen Brandkatastrophe vom 28. August 1808 (als in einer einzigen Nacht 11 Wohnhäuser und 16 Nebengebäude abbrannten) zu so genannten "Rettungsscharen" zusammengefunden. Diese anfangs losen Zusammenschlüsse waren die Wegbereiter zu einer ersten wirksamen Brandbekämpfung und zur Entwicklung der heutigen "Freiwilligen Feuerwehr Kleinburgwedel. Chroniken und Berichte, sowie Erzählungen älterer Einwohner, führen heute noch vor Augen, mit welchen einfachen Mitteln und Möglichkeiten die Bürger seinerzeit das Feuer bekämpften. So wurden bereits 1850 Feuerlöschteiche (aus denen das Löschwasser mit Ledereimern entnommen wurde und zum Brandort gebracht werden musste) von den Einwohnern geschaffen. Diese Löschteiche befanden sich am Dresch­schuppen (vor Gastwirt Hilken Hof) und am Platz des heutigen Ehrendenkmal (beide Feuerlöschbrunnen sind nach der Pflasterung der Garten- und der Marktstraße im Jahre 1921 zugeschüttet worden). Am 13. November 1865 wurde vom damaligen "Fürstentum Lüneburg" (dem die Ortschaft Kleinburgwedel seinerzeit hoheitlich unterstellt war) eine "Feuerordnung" erlassen. Aufgrund dieser "Feuerordnung" war für jeden Einwohner eine Regelung für den Brandfall gegeben. Hiernach hatte jeder männliche Einwohner über 18 Jahre die Pflicht, auf schnellsten Wege zur Brandstelle zu eilen. Beim Einsatz stellten sich die Männer am Löschteich auf und bildeten eine lange Kette, durch die das Wasser in Ledereimern (welche zur Pflichtausstattung eines jeden Hofes gehörten) seinen Weg von Hand zu Hand bis zum Brandort antrat. Ab 1870 verfügte die Ortschaft Kleinburgwedel über eine erste große Feuerlöschpumpe. Diese musste noch mit dem Wasser aus den Ledereimern gefüllt werden und gab das Wasser erst dann unter Druck in den Schlauchleitungen zum Brandort weiter. Diese Löschpumpe und das dazugehörige Schlauchmaterial waren in einem ersten "Feuerwehrschuppen" neben dem Feuerlöschteich (heute Standort des Bushaltehäuschen) untergebracht. Im Jahre 1878 brannten durch ein Großfeuer die folgenden Höfe innerhalb einer Nacht bis auf die Grundmauern nieder: Denken (H. Henke), Dirks (H. Fischer), Witten (Wöhler), Mieken (Kreienberg), Welgers (Dworowski) und W. Lindemann. Im Jahre 1880 vernichtete ein weiteres Großfeuer die folgenden Höfe:Feschen (F. Leisenberg) Gehsen (Krone/Rosenhagen) Garms (Leisenberg-Möllern)Bei diesem Brand kam im Hause Feschen die Bedienstete Auguste Brandes durch die Feuereinwirkung ums Leben. Durch die neue Handdruckspritze war es erforderlich weitere Löschwasserentnahmestellen zum schnelleren Einsatz der Handdruckspritze anzuschaffen. So wurden in den Jahren 1881 bis 1883 Notbrunnen aus Backstein an den folgenden Orten erstellt:bei Plaß (Heinz Wöhler), Radenstraße bei Otto Freund, Radenstraßebei Willi Brandes, WallstraßeDiese Notbrunnen sind den späteren Einsatz der Motorpumpen nicht mehr gewachsen gewesen und wurden deshalb in den darauf folgenden Jahren zugeschüttet. Durch die, schon erwähnte, "Feuerordnung" war für die Kleinburgwedeler Ortsbürger eine so genannte erste "Pflichtfeuerwehr" entstanden. Die Alarmierung der Feuerwehrkameraden erfolgte über den "Hornisten", der mit dem Fahrrad durchs Dorf fuhr und laut sein Horn in einfacher Tonlage zum "Feuerwehreinsatz" blasen musste.